Archiv für Januar 2012

Antifaschistische Demonstration

In der Silvesternacht wurde die linksalternative Kneipe „Störtebeker“ in Ansbach von 20 gewaltbereiten Neonazis angegriffen. Dabei wurden mehrere Gäste der Kneipe mit Reizgas, Schlägen und Tritten verletzt. Drei von ihnen mussten im Krankenhaus versorgt werden – einer stationär.
Die eingreifende Polizei behinderte nicht nur die Sanitäter_innen bei der Arbeit, sondern nahm wahllos Personalien auf und setzte Angreifer_innen und Betroffene des Überfalls gleich. Dazu wurde der Naziangriff verharmlost, indem sie der Presse gegenüber behaupteten, dass zwei gleich große Gruppen in Streit geraten seien. Außerdem erklärten sie, dass die Aktivisten aus ganz Deutschland angereist seien, anstatt endlich zuzugeben, dass Neonazis insbesondere im Landkreis
Ansbach ideale Bedingungen vorfinden und ungestört agieren können.
Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die an dem Überfall beteiligten Neofaschist_innen hauptsächlich aus dem Ansbacher Umland und den umgebenden Städten kommen.
Weiterhin sind ebendiese Nazis gut mit den Freien Nationalisten Weißenburg vernetzt, eine Kameradschaft, die in den letzten Monaten mehrfach das selbstverwaltete Jugendzentrum in Weißenburg und alternative Menschen angegriffen hat. Aber auch diese Angriffe, die ebenfalls im Zuständigkeitsbereich der Ansbacher Kripo liegen, haben diesen immer noch nicht die Augen geöffnet.

Kommt daher alle am 03.02.2012 zum Martin-Luther-Platz in Ansbach
16.00 Uhr Großkundgebung „Gib Nazis keine Chance“ des Antifaschistischen Koordinierungskreises Ansbach (AKA), Lokale Allianz gegen Rechtsextremismus (LARA), Stadt und Landkreis Ansbach
17.00 Uhr Antifaschistische Demonstration des AKA
Es gibt kein ruhiges Hinterland!

Erneuter Neonaziübergriff in Ansbach

Pressemitteilung des Antifaschistischen Koordinierungskreises Ansbach (AKA)

In der Nacht vom 23. zum 24. Januar 2012 kam es erneut zu gewalttätigen Ausschreitungen von Neonazis gegen Besucher einer Ansbacher Gaststätte, die schon in der Silvesternacht zum Ziel schwerer Übergriffe von gewalttätigen Rechtsradikalen geworden war.
Gegen 23.00 Uhr traten drei Neonazis vor dem Schaufenster der Gaststätte auf, nachdem sie dort kurz vorher Hausverbot bekommen hatten, und provozierten die Kneipengäste mit beleidigenden und drohenden Gesten.
Um zu verhindern, dass die Neonazis, die offensichtlich auf Ärger aus waren, in die Gaststätte eindringen konnten, begaben sich der Wirt und eine weitere Person in den Eingangsbereich der Gaststätte, blockierten somit den Zugang und forderten die Fascho-Provokateure dazu auf, sich zu entfernen.
Daraufhin wurden sie aufs Übelste beschimpft und von den Neonazis massiv körperlich bedroht.
Gegen einen der Gaststättenbesucher wurden mehrere Morddrohungen ausgesprochen und er wurde von einem anderen Angreifer mehrmals auf den Brustkorb gestoßen.
Als die friedlichen Gaststättenbesucher sich immer noch nicht von den Angreifern provozieren ließen und sich weiterhin ruhig und besonnen gaben, zeigten zwei der Angreifer den Hitlergruß und skandierten „Sieg Heil“.
Ein Neonazi wollte gerade einen Kneipengast mit Fäusten angehen und konnte in letzter Sekunde von der Polizei, die inzwischen eingetroffen war und durch ihr schnelles Eingreifen eine weitere Gewalteskalation verhinderte, gestoppt werden.

Wir, die Betroffenen des erneuten Überfalls und der Antifaschistische Koordinierungskreis Ansbach, sehen auch in diesem Angriff durch Neonazis in Ansbach einen engen politischen Zusammenhang mit der Kette von Naziübergriffen, welche sich jüngst in Franken erschreckend mehren, und weisen mit Nachdruck auf das Erstarken krimineller Neonazistrukturen in unserer Region hin.

Um ein starkes Zeichen gegen Neonazis zu setzen rufen wir zur Kundgebung und Demonstration am 03.02.2012 um 16:00 Uhr auf dem Ansbacher Martin-Luther-Platz auf.

Aufmucken gegen Rechts

Schon zum dritten mal findet in Ansbach das Aufmucken gegen Rechts statt. Dieses Jahr wird das Konzert im Speckdrumm stattfinden und bietet eine große Musikauswahl. Mehrere Stilrichtungen wie Punk, Ska, Rap und ein Liedermacher sind vertreten.
Wie …auch in den letzten Jahren ist es wieder Ziel, zwischen Tanz und guter Musik sich klar gegen Rechts zu positionieren. Aus aktuellem Anlass heraus, wie Beispielsweise der Übergriff auf den Störtebeker und das AJZ Weißenburg, ist es vor allem jetzt wichtig zu zeigen, dass wir uns nicht einschüchtern lassen und zusammenstehen. Wir wollen mit einer alternativen Jugendkultur dagegen protestieren und den Faschist_Innen keinen Fußbreit in Ansbach und anderswo lassen.
Im Rahmen des Konzertes soll es eine vegane Volxküche geben, die von Racooking organisiert wird und mitunter auch einen Infostand, um den Konzertbesuchern Informationen über rechtes Gedankengut und deren Organisationsstrukturen zu geben.

Am gleichen Tag findet nachmittags um 16.00 Uhr eine Großkundgebung mit anschließender kämpferischer Demonstration statt. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen.
Lasst ihnen unsere Entschlossenheit zeigen.
KEIN FUßBREIT DEN FASCHISTEN

Bands:
Eskalation SkaPunk/Raggae
Pyro One Rap
My perfekt Mistake Mainscream
Nautilus Liedermacher

Einlass: 19:30
Eintritt: 5€

Initiator:
Linksjugend [’solid] Ansbach

Unterstützende Gruppen:
[’solid] – die sozialistische Jugend Weißenburg
NLA – Netzwerk Linker Aktivist_Innen
Racooking – vegane Volxküche Ansbach

Einlassvorbehalt:
Nach §10 BayVersG ist Personen, die neonazistischen Organisationen angehören oder der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind, der Zutritt zur Veranstaltung verwehrt.

Naziangriff auf Ansbacher Lokal

In der Sylvesternacht haben 20 Nazis feiernde Besucher eines Ansbacher Lokals mit Reizgas und Schlägen/Tritten angegriffen. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, 3 mussten ins Krankenhaus, einer sogar stationär behandelt werden. Die Gewalt von rechts nimmt in unserer Gesellschaft stetig zu, seit 1990 sind 180 Menschen Opfer rechter Gewalt geworden und alle 26 Minuten geschieht in Deutschland eine rechtsextrem motivierte Straftat. Da der Anschlag offensichtlich geplant war, ist davon auszugehen, dass evtl. weitere folgen werden. Alle Antifaschist_innen sind dazu aufgerufen wachsam zu bleiben, Selbstschutz zu organisieren und sich an den kommenden Kundgebungen und Demos gegen Rechts zu beteiligen (mehr dazu unter Termine). Aus aktuellem Anlass hat sich außerdem ein Antifaschistischer Koordinierungskreis Ansbach gebildet, bestehend aus mehreren Organisationen, unter anderem solid Ansbach, und Privatpersonen, welcher nun regelmäßig tagen wird.