Archiv für Februar 2012

Nachbericht Antifademo 20.02. Fürth

Am vergangenen Wochenende kam es in Fürth zu einen Aufmarsch von rund 70 Neonazis aus dem Kreis des „Freies Netz Süd“, in der Nacht darauf wurde ein Anschlag auf den antifaschistischen Infoladen „Benario“ (Nürnbergerstraße 82) verübt, wobei dessen Rollladen und Scheibe zerstört wurden.

Seit bekannt werden der rechtsterroristischen NSU-Morde begingen fränkische Neonazis zahlreiche Angriffe und Übergriffe auf politische Gegner_innen und linke Strukturen, bei denen u.a. ein Sachschaden von über 40 000 € entstanden ist.
Als Reaktion darauf und um sich klar gegen Neonazis und deren Strukturen zu positionieren, fand am vergangenen Montag (20.02) eine antifaschistische Demonstration in Fürth statt. An dieser nahmen, trotz der äußerst kurzfristigen Mobilisierung, am zweiten Tag nach dem Anschlag rund 500 Antifaschist_innen teil.

20.02. Fürth

Nach dem Start der Demonstration am Kohlenmarkt zog diese bis zum Infoladen „Benario“, wo sich die Demonstration nach einer Abschlusskundgebung auflöste.
Mit Parolen, aussagekräftigen Transparenten und Redebeiträgen proklamierten die Teilnehmer_innen der Demonstration, dass für Faschist_innen weder in Fürth noch anderswo Platz ist.

Wir werden neonazistischen Aktionen immer entgegentreten, um diese zu verhindern! Dabei ist egal ob diese in Dresden, Forchheim oder Fürth sind.
Die erfolgreichen Blockaden der Neonaziaufmärschen in Dresden, Rosenberg und vielen anderen Städten beweisen, dass sie unserem gemeinsamen Wiederstand nichts entgegensetzen können.

Egal ob in Fürth oder anderswo, wir lassen keine neonazistische Aktion ohne Gegenaktion stehen, zerschlagen ihre Strukturen und blockieren ihre Aufmärsche!

Antifa in die Offensive!

Antifaschistische Demonstration

Am vergangenen Sonnabend kam es zu einem spontanen Aufmarsch von schätzungsweise 90-100 Neonazis aus dem Spektrum des “Freies Netz Süd” in Fürth.
In der folgenden Nacht verübten Neonazis einen Anschlag auf den Infoladen Benario in der Nürnberger Str. 82 und zerstörten dabei dessen Rollo und Scheibe.

Aus diesem Anlass findet am kommenden Montag, den 20.02. eine Antifademo in Fürth statt.
Treffpunkt: 18.00h, Kohlenmarkt, Fürth

Gegen Neonazis und ihre Strukturen!

Kundgebung und Demonstration am 03.02.2012

Am vergangenen Freitag versammelten sich auf dem Martin-Luther-Platz in Ansbach mehr als 1000 Menschen um ein Signal gegen den Angriff von Neofaschist_innen in der Silvesternacht auf die Kneipe Störtebeker in Ansbach zu setzen. Im Anschluss bewegte sich ein kämpferischer Demonstrationszug durch die Stadt Ansbach, dem sich mehr als 600 Antifaschist_innen anschlossen.

Antifademo Ansbach 3.2.12

Vor zwei Wochen bedrängten Neonazis erneut die Kneipe Störtebeker. Dieser jüngste Zwischenfall bewies ein weiteres mal, dass breit aufgestelltes antifaschistisches Engagement mehr denn je notwendig geworden ist. Doch bereits im Vorfeld gab es zahlreiche Spaltungsversuche aus dem Ansbacher Stadtrat, an denen sich auch die Oberbürgermeisterin rege beteiligte. Die CSU verkündete, der Kundgebung und Demonstration demonstrativ fern bleiben zu wollen, u.a. weil die lokale Linksjugend [’solid] sich im Antifaschistischen Koordinierungskreis (AKA) Ansbach engagiere, „Banden“ bilden und Nazirückzugsbiete aufmischen wolle. Linke wurden bereits im Vorfeld mit Neofaschist_innen gleichgesetzt, und der Aufruf zu einer „kämpferischen Demo“ kriminalisiert.

Auf der Kundgebung relativierte und verharmloste dann der Landrat des Landkreises Ansbach (CSU) die Leib und Leben bedrohende Gefahr, die von Neofaschist_innen ausgeht, indem er links und rechts gleichsetze und damit die unwissenschaftliche „Extremismustheorie“ ein weiteres mal bediente. Seine unsäglichen Äußerungen wurden aus der Menge heraus mit unüberhörbaren Zwischenrufen quittiert.

Der „skandalumwitterten“ Demonstration mit einem lautstarken „Antifaschistischen Block“ an der Spitze schlossen sich, trotz eisiger Kälte, viele hunderte Menschen an und zeigten damit erneut, dass die Straßen in Ansbach nicht den Neonazis gehören.
Dafür möchten wir uns bei allen angereisten Genoss_innen bedanken!

Wie abgesprochen hielt sich die Polizei während der Demonstration zurück und begleitete diese nur mit zwei Fahrzeugen. Dies war jedoch keine politische, sondern eine rein strategische Entscheidung. Man wolle jede „Provokation vermeiden“, verlautete sie in der FLZ.
Die geschürten Befürchtungen aus Teilen der Stadtratsfraktionen und der OB haben sich als völlig haltlos erwiesen. Dies beweist auch der abschließende Polizeibericht: „Beide Versammlungen verliefen störungsfrei“… „Beide verliefen vollkommen friedlich“ heißt es dort. Trotz Kontrollen und der damit verbundenen Provokation von anreisenden Antifaschist_innen am Nürnberger und Ansbacher Bahnhof durch die Polizei war eine friedliche, kämpferische Demonstration ohne weiteres möglich. Von den Spalter_innen im Vorfeld wäre deshalb eine Entschuldigung zu erwarten. Sie waren es schließlich die provoziert – und eine Eskalation aus politischen Motiven herbei schwadroniert haben!

Jetzt erst recht: „Join your local Antifa“ werde aktiv!

Wir sind die Klippe, an der die braune Welle bricht!
Wir bleiben dabei, es gibt kein ruhiges Hinterland!

Linksjugend [’solid] Ansbach